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Arch Linux, die Erste: Reflexion vom Vortag
Ständige Probleme mit Ubuntu und Andrés Unternehmen der selben Art haben mich gestern dazu motiviert es nochmal mit Arch Linux zu versuchen. Da beim letzten Mal das installierte System nicht einmal booten wollte und zuvor, bei der “Generalprobe” in VirtualBox, schon einiges schiefgelaufen ist (Gnome wollte z.B. nicht starten, warum sollte sich später herausstellen) hatte ich zwar doch schon einige Zweifel ob des Erfolges des Projekts, bin die Sache dann aber eigentlich ganz zuversichtlich angegangen.
Also, Backups machen und CD booten…
Das Setup hält, was es verspricht und man kann alle Punkte schön der Reihe nach abarbeiten bis man - in etwas mehr als einer halben Stunde - das System installiert hat. Der erste kleine Dämpfer dann beim ersten Booten; offenbar war GRUB flasch konfiguriert, sodass es diesmal nichtmal zum Starten des Systems kam. Das Problem war allerdings schnell gelöst, nach etwas Rumprobieren stellte sich heraus, dass die korrekte Partition für Arch hdd(0,0) und nicht, wie voreingestellt, hdd(1,0) ist. Der restliche Bootvorgang verlief problemlos.
Da es nichts zu updaten gab (FTP-Installation) ging es jetzt an’s Einrichten - mit freundlicher Hilfe des deutschen und englischen Wikis. Dank den guten Beschreibungen der Wikis war dann auch schnell X mit Gnome und GDM eingerichtet. Nebenbei lernt man dabei noch einiges über “wirkliche” Linux-Konfiguration, also ohne graphische Hilfe - mehr als nur ein netter Nebeneffekt. Sogar die Nvidia-Treiber liefen sofort einwandfrei. Das erste, was mir aufgefallen ist, nach dem Anmelden in Gnome, ist: Arch ist richtig schnell, vor Allem wenn man Ubuntu gewöhnt ist. Als nächstes galt es das Ganze noch einzudeutschen - dank des Wikis auch einfach. Dabei stellte sich dann auch heraus, warum Gnome in VirtualBox nicht starten wollte: Ich hatte in der rc.conf einfach de_DE eingestellt und irgendwie hat sich das daran aufgehangen. Jetzt, mit anpassen der locale.gen und Aufrufen von locale-gen, ging alles gut.
So gut bisher alles gelaufen ist, werde ich doch noch von einem Problem verfolgt, dass sich bei mir aus irgendeinem Grund durch alle Linuxe zieht: kein Ton. Nachdem ALSA und PulseAudio Wikigerecht konfiguriert und alle gstreamer-Codecs etc. installiert waren, konnten unter anderem VLC und Amarok zwar Audio wiedergeben, aber alles, was gstreamer verwendet (z.B. Totem) bleibt stumm.
Damit steht dann auch erstmal das primäre Ziel des heutigen Bastelns (wäre natürlich schön, wenn da irgendwer Lösungsansätze für mich hätte, mir gehen sie so langsam aus) fest.
Ich melde mich später, hoffentlich mit Erfolgsmeldungen, wieder.
Es rennt
Dank den Tipps von Nico und TBlue - danke an dieser Stelle - bezüglich UUIDs bootet mein Ubuntu jetzt wieder ohne Probleme. Endlich
Das einzige, was mich etwas verwundert ist, dass für eine Partition kein entsprechender Link vorhanden ist; ist auch keine besondere Partition oder sonst was, sondern einfach nur eine NTFS-Partition wie die meisten anderen auch. Aber das hat Zeit.
Ein gezogener Stecker und die Folgen
oder: Wie Ubuntu mich immer wieder auf’s Neue verwirrt.
Ich hatte gerade im laufenden Betrieb (Pleonasmus?), zunächst unbemerkt, eine meiner USB-Festplatten abgestöpselt. Gemerkt habe ich es dann beim kurz darauffolgenden Neustart, der mit der beschwerde abbrach, irgendein Dateisystem sei fehlerhaft. Da ich nun schon öfter erlebt hatte, dass sich bei Ubuntu plötzlich die Gerätenamen ändern - und die, mittlerweile wieder angestöpselte, Festplatte wäre ja ein guter Anlass dazu - habe ich einfach mal einen Blick darauf geworfen. ls /dev | grep sd zeigte dann (sinngemäß) sowas an:
/dev/sda
/dev/sda1
/dev/sda2
/dev/sdb
/dev/sdb1
/dev/sdb2
/dev/sdb3
Ok, nano /etc/fstab und alles passend zusammenbasteln, dann init 6 - nächster Start…
…selber Fehler. Wieder /dev angucken, diesmal sieht’s so aus:
/dev/sda
/dev/sda1
/dev/sda2
/dev/sda3
/dev/sdb
/dev/sdb1
/dev/sdb2
Und, wem fällt’s auf? Genau, die beiden Platten sind vertauscht. Na gut, wieder fstab anpassen und nächster Start. Das Ergebnis: Der selbe Fehler, das selbe Problem und ich sitze jetzt wieder vor Windows, weil ich im Moment keine Nerven habe mich damit noch weiter zu beschäftigen.
Lustig war aber dann Ubuntus Warnung beim Versuch sich ohne Home-Verzeichnis anzumelden, sinngemäß:
Möchten Sie sich mit dem Stammverzeichnis (/) als Heimverzeichnis anmelden? Es wird nichts funktionieren…
Wie auch immer, ich werde dann entweder morgen mal Google fragen oder einfach 15 Tage auf Jaunty warten und alles wieder überbügeln, in der Hoffnung, dass alles besser wird
Ubuntu 8.04 - “Hardy Heron”
…will mich irgendwie nicht so recht überzeugen.
Nachdem ich von Gutsy eigentlich eher positiv überrascht war, betrefflich der Funktionalität, macht der Reiher den selben Schritt in die andere Richtung. Am Anfang das gewohnte Bild, doch schnell machen sich erste kleine Problemchen bemerkbar (GTK-Themes werden nur im Glücksfall mal beibehalten, bis der passende Regler zum Ändern der Lautstärke (der kurz vor Null stand) gefunden ist sind gut und gerne 15 Minuten vergangen, die Fenstergrößen und Positionen verändern sich grundsätzlich bei jedem Neustart eine Anwendung). Nichts, was besonders hinderlich wäre aber nervig ist es allemal (vorallem die Sache mit dem nicht-bleibenden Theme).
Auch Firefox 3 macht anfangs einen guten Eindruck, aber warum verdammt nochmal liefert man eine beta-Version als Standardanwendung mit? Dass ein Großteil der alten Plugins nicht mehr funktioniert ist natürlich ohnehin klar, aber der beta-Status hat auch noch andere Nachteile - der Fuchs hängt sich zum Beispiel beim Anzeigen von Flash-Filmen gerne mal spontan auf und bedarf eines Neustarts.
Ich werde nochmal etwas weitertesten und in einer Woche wird dann entschieden ob Ubuntu bleiben darf oder obs zurück zu Debian geht (Ich überspiel mein System ja sowieso durchschnittlich im 5-Minuten-Takt, da macht so ein kleiner erneuter Wechsel dann auch nichts mehr).
Nochwas: Jedesmal wenn ich hier Return drücke (also einen Absatz erzeugen will), springt der Browser zum oberen Seitenende, nervt auch ![]()
Für die Interessierten, gibts noch nen Desktop-Screenshot (ein Hoch auf die Zwischenspeicherfunktion von Wordpress, beim Hochladen desselben hat der Betabrowser auch drei Anläufe gebraucht):
Fedora bietet Windows-”Komfort”
Tja, und ich dachte tatsächlich sowas gäbs nur aus Redmond. Da liefert mir Fedora 8 Setup das hier:

Ein bestätigen führt übrigens zum erneuten Auftauchen des Fensters.
Komfort?
Da dachte ich mir, es sind Ferien, mir ist langweilig; da könnte ich mir mal einfach so aus Spaß mein noch vorhandenes Windows System mal wieder angucken…
Der Moment nach der Passworteingabe war einer, der mir wieder einmal definitiv bestätigt hat, wie benutzerfreundlich und praktisch ein Paketbasiertes Linux-System doch ist. Alles mögliche wollte “upgedatet” werden.
Bei Linux heißt das, es erscheint eine dezente Meldung “Es sind aktualisierungen verfügbar.” -> Angucken -> Installieren -> Fertig mit zwei Klicks und einer Passworteingabe. Und egal wie groß die Downloads auch sein mögen und wieviel aktualisiert wird, es läuft alles schön durch und man kann weiterarbeiten. Bei Windows sieht das etwas anders aus…
Nicht nur, dass jedes erdenkliche Programm, das es auf irgendeine mysteriöse Art doch wieder in den Autostart geschafft hat sofort freudig Updateaufforderungen aufploppt, Windows muss natürlich mitmachen. “Das muss neu sein.”, “Hier gibts Updates.”, “Das ist unsicher.”, “Hier gibts ne neue Version.” und so weiter… nachdem man sich dann durch diesen Dschungel von Popups, Sprechblasen und Werbung gekämpft hat darf man jedes Programm inklusive Windows hintereinander Updaten und zwischendurch mindestens drei mal den Rechner neu starten (und bei jedem Hochfahren wieder schöne Sprechblasen bewundern).
Und was lehrt uns das?
- Ein weiterer Punkt, in dem Linux Windows weit vorraus ist.
- Man sollte ein Windows System nach über einem halben Jahr Nichtbenutzung nie wieder hochfahren
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